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Chormusical "Martin Luther King" – wir waren dabei!

Ham-mer-mä-ßig! Was für ein erhebendes Erlebnis, mitten unter 2.600 Sängerinnen und Sängern zu stehen und gemeinsam zu singen! Das Chormusical "Martin Luther King – Ein Traum verändert die Welt" von der Stiftung Creative Kirche hat es Laien und Laien­chören ermöglicht, einmal auf der ganz großen Bühne zu stehen. Um nicht zu sagen: auf Berlins aller­größter Bühne, der Uber Arena! Gut ein Drittel der rundum laufenden Sitz­blöcke besetzten wir während der Aufführung. Zwischen uns befand sich die Bühne für die Band, die drei Dirigierenden und natürlich die professionellen Musical­darstellerinnen und -darsteller mit der Kulisse und den Requisiten. Neben der Bühne waren zwei riesige Bild­schirme angebracht, die während der Show Nah­aufnahmen und die Texte fürs Publikum zeigten. Im Programm­heft waren sämtliche Chor­sängerinnen und -sänger namentlich aufgelistet. Unglaublich, was für eine Aufmachung. DAS hatten wir bis dahin noch nicht erlebt!

 

 

Wie ist es dazu gekommen?

Unser Chor­leiter Hanjo ist von der Creativen Kirche und von Hanjo Gäbler (welcher die Musik des Musicals mitgeschrieben hat und uns ja 2024 für einen Gospel­workshop in Berlin besucht hat) als Dirigent für den Masschoir1 angefragt worden. Immerhin einem so großen Chor, dass gleich drei Dirigenten nötig sind. Das war eine tolle Anerkennung der musikalischen und chorischen Arbeit, die unser Hanjo macht. Da waren wir als Chor natürlich gleich mit von der Partie!

1 "Masschoir" (gesprochen: "mäss-qua-jer") ist englisch für "Massen­chor", "riesiger Chor".

 

Doch nicht nur das.

Wir hätten die Musical­lieder gemütlich für uns selbst proben können. Haben wir aber nicht – stattdessen öffneten wir unsere Proben sieben Mal für alle Sängerinnen und Sänger, die am 22. März 2025 in Berlin mitsingen würden. Rund 100 Leute folgten unserer Einladung. Wir hatten eine richtig gesellige, witzige und lehrreiche Zeit miteinander, sodass sich uns einige Menschen nach dem Musical als neue Chor­mitglieder anschließen werden. Darauf freuen wir uns total; je mehr wir sind, desto mehr Spaß macht es!

 

Worum ging's?

Die Geschichte des Musicals ist die historische Geschichte des Pastors und Bürger­rechtlers Martin Luther King aus den USA. Er war in den 1960er-Jahren die wohl bekannteste und einfluss­reichste Persönlichkeit des Civil Rights Movement, das sich für gleiche Rechte und gegen die sogenannte Rassen­trennung zwischen weißen und afro­amerikanischen Bürger*innen einsetzte. Kings Mittel war der zivile Ungehorsam und der gewaltfreie Protest, wofür er 1964 mit dem Friedens­nobelpreis geehrt wurde. Was wir heute am meisten mit King verbinden, ist seine Rede 1963 in Washington: "I have a dream!"2

2 Auf Deutsch: "Ich habe einen Traum!"

 

Musikalisch ging es um Blues, Gospel, Rock’n’Roll, Motown und Pop und ein ganz bisschen Klassik. Wir übten einen laaaaangen Atem und eine schnelle Aussprache, platzierten Schluss­laute, formten Vokale, übten uns in Crescendi3, lernten Texte auswendig und studierten Choreo­grafien ein. Ein echtes Rundum-Training!

3 "Crescendo" (ausgesprochen: "kre-schen-do") kommt aus dem Italienischen und bedeutet in der Musik "lauter werden".

 

Was nehmen wir aus der Erfahrung mit?

Jede Menge Spaß, jede Menge neuer Bekannt­schaften, viele Ohr­würmer, Auto­gramme, Fotos, einen Backstage-Pass für die Uber Arena (nicht wirklich Backstage, und doch hatten wir einen abgesperrten Bereich hinter unseren Sitz­blöcken nur für uns), Zuversicht, Gelassenheit und Stolz sowie ein verbindendes Erlebnis: WIR haben zusammen mitgemacht, WIR waren Teil davon, WIR haben es grandios über die Bühne gebracht, WIR haben in der Uber Arena für tausende Menschen gesungen. Und auch wenn die Stimm­gruppen nicht neben­einander standen, hat es uns umso mehr verbunden, dass wir einander sehen konnten. Jede Gruppe aus ihrer eigenen Perspektive. Zusammen formen wir ein "Panorama-Erlebnis".

 

Was folgt?

Die Philharmonie? Wer weiß, eines Tages vielleicht. 😉 Nun folgen erst einmal wieder richtige UGC-Chorproben: mit unserer Art Songs, unseren Chor­kameradinnen und Chor­kameraden und Hanjo für uns allein. Teilen wollen wir dies gerne mit allen neuen Leuten, die uns in nächster Zeit kennen­lernen und sich uns anschließen möchten! Seid willkommen!

 

#seidabei #machmit #kommvorbei

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